Programm Politik - Gesellschaft - Umwelt Studienfahrten

Studienfahrten


Unsere Studienfahrten werden in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben e. V. Projektbüro Brandenburg durchgeführt. Zur Auswahl stehen u. a. folgende Themen:

- Berlin - die neue alte Hauptstadt
- Berliner Unterwelt
- Medienstadt Berlin
- Botschaften in Berlin
- Berliner Industriegeschichte
- Berliner Brücken - von der Luftbrücke zur Glienicker Brücke
- Das Zusammenleben verschiedener Weltreligionen in Berlin
- Einwanderer in Potsdam
- Im Schloss sind die dem Volk nicht näher?!
- Europastadt Görlitz/Zgorzelec - ein Oberzentrum der Region Oberlausitz-Niederschlesien
- Frankfurt/Oder - das Tor zum Osten
- Freiberg - Politik, Kunst und Kultur, Geschichte und Alltag
- Bautzen - Politik, Kunst und Kultur, Geschichte und Alltag
- Dresden - Politik, Kunst und Kultur, Geschichte und Alltag
- Bücherstadt Wünsdorf
- Verwandlung der Lausitz im Schnittpunkt zweier Bundesländer
- Was geht mich Sachsenhausen an?
- Zwischen den Systemen - J. Heartfield, E.E. Kisch, B. Brecht und H. Weigel
- Politische Erinnerungskultur in der Euroregion Elbe/Labe und ihr aktueller Bezug
- 28 Jahre nach der Einheit - zu den Ergebnissen und Problemen im Dreiländereck Deutschland - Polen - Tschechien

Gruppenanmeldungen (ca. 25 Personen) zum Wunschtermin richten Sie bitte direkt an Cindy Petsch. Einzelanmeldungen werden unverbindlich angenommen, diese Interessenten erhalten ein Terminangebot sofern eine Gruppenanmeldung vorliegt.

Zielstellung:

- Turmbauten und andere Gebäude in Berlin als authentische Orte deutscher Geschichte und Politik kennenlernen
- Wissen über geschichtliche Entwicklungen vermittelt bekommen, die helfen, aktuelle gesellschaftliche Erscheinungen und Politik verstehbar zu machen bzw. zu erklären
- angeregt werden, sich mit den Themen Stadtplanung und Stadtentwicklung auseinanderzusetzen
- in die Lage versetzt werden, aktuelle landes- und bundespolitische Diskussionen rund um das Thema Stadtentwicklung besser einordnen zu können
- zur individuellen Beschäftigung mit Geschichte und Politik im Stadtraum über das Seminar hinaus angeregt werden

Ausgewählte Seminarstationen:

- Kollhoff-Hochhaus am Potsdamer Platz als Beispiel für die Aufbruchsstimmung des "modernen" Berlins
- Deutscher Dom und Französischer Dom - politische Bedeutung als historische Orte
- Berliner Stadtschloss: Vom Residenzschloss zum Schloss des deutschen Kaisers
- Palast der Republik
- Rotes Rathaus
- Kulturdachgarten "Klunkerkranich" auf dem Parkdeck der Neukölln Arcaden
- Fernsehturm am Alexanderplatz

Die Teilnehmenden lernen die Geschichte historischer Orte hinter sanierten Fassaden kennen und sehen nun die heute friedliche Nutzung dieser historischen Stätten. Im Weiteren soll die Entwicklung und der Anteil Spandaus an der Gesamtentwicklung Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert eingeordnet werden.

Die Teilnehmer sollen dazu angeregt werden, Vergleiche zur eigenen Region anzustellen und sich mit den Themen der bürgernahen Stadtplanung und der Stadtentwicklung auseinanderzusetzen. Hierbei soll die Rolle der Olympischen Spiele 1936 in die Propaganda der Nationalsozialisten beleuchtet werden und es wird angeregt, sich über das Seminar hinaus mit Geschichte und Politik im Stadtraum zu beschäftigen.

Am Beispiel der Entwicklung Sachsens und Dresdens werden politische, soziale und städtebauliche Entwicklungen in den neuen Ländern im Überblick deutlich gemacht und im Ländervergleich diskutiert.

Die Gegenwart Dresdens wird Ausgangspunkt für Rückblicke in die und in den Umgang mit der sächsischen Geschichte sein.

- die Vielfalt politischer Äußerungen in der Gesellschaft wahrnehmen und im demokratischen Kontext erkennen und gestalten
- die Auswirkungen der Flut 2013 in Mitteldeutschland und deren gemeinsame Bewältigung - die politische Dimension

Am Beispiel Potsdam wird aufgezeigt, was für viele Städte wie Berlin oder Dresden, momentan typisch ist. In der Öffentlichkeit wird heftig über den Wiederaufbau von im Krieg zerstörten Gebäuden debattiert. Die Diskussionen laufen vor allem vor dem Hintergrund leerer Kassen und Befürchtungen um die Wiederbelebung undemokratischen Gedankengutes.

In Potsdam sind dies die aktuelle Diskussion um den Wiederaufbau der Garnisonkirche und der Neubau des Landtages mit der historischen Stadtschlossfassade. Anhand dieser Beispiele sollen den Teilnehmenden historische wie auch aktuelle Informationen vermittelt und deutlich gemacht werden, dass es in diesen Debatten nicht nur "Schwarz" oder "Weiß" bzw. "Richtig" oder "Falsch" gibt. Die Beispiele sollen dazu beitragen, dass die Teilnehmenden ähnliche Diskussionen besser beurteilen und sich Meinungen dazu bilden können.

freie Plätze/Anmeldung möglich Berlin im Untergrund (202 102 05)

Termin auf Anfrage
Dozent: Niko Rollmann

Berlin ist nicht nur auf Sand gebaut, in Berlin wurden auch schon viele Bauvorhaben in den Sand gesetzt.

Während die "überirdischen" Bauplanungen von einer breiten Öffentlichkeit diskutiert werden, finden die unterirdischen Bauten wenig öffentliches Interesse. In einer Großstadt wie Berlin gab und gibt es die unterschiedlichsten Bauten im Untergrund:

- Brauereigewölbe aus dem 19. Jahrhundert
- Tunnelanlagen aus der Planung der Reichshauptstadt
- umfunktionierte Bunkeranlagen des Zweiten Weltkrieges
- Schutzräume gegen die atomare Bedrohung aus dem Kalten Krieg und
- großstädtische Infrastrukturmaßnahmen (z. B. Streckenführungen und U-Bahnhöfe, die zum Teil nie genutzt wurden).

Wir wollen "die Stadt unter der Stadt" sichtbar und erfahrbar machen und damit eine neue Dimension in der Beschäftigung mit der Geschichte Berlins und Deutschlands eröffnen. Das Seminar ist laufintensiv; es findet im Untergrund, an der Oberfläche und im Seminarraum statt.